Pressespiegel: „Voll auf dem Digitalkurs“ (MOOVE)


Dr. Casimir Ortlieb und Dr. Michael Riesener haben für die Zeitschrift MOOVE ein Interview gegeben. Da wir es nicht besser hätten auf den Punkt bringen können, verweisen wir auf dieser Stelle einfach auf den spannenden Artikel. Laden Sie den Artikel als PDF herunter und erfahren Sie, wie e.GO Digtial als softwarebasiertes Dienstleistungsunternehmen die Zukunft mit neuen Mobilitätslösungen gestalten wird.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!



Keinen PDF Reader auf dem Smartphone?
Kein Problem, hier gibts den Artikel in reiner Textform:

 

Voll auf dem Digitalkurs

Die e.GO GmbH steht nicht nur für die Entwicklung von Elektroautos. Der Ableger e.GO Digital entwickelt softwarebasierte Dienstleistungen rund um neue Mobilitätskonzepte. Start-ups sind hier willkommen.

Der On-Demand-Shuttle wartet schon um die Ecke. Noch nicht in Form des elektrisch betriebenen e.GO Moover, der vor der Markteinführung steht. Sondern in der aktuellen Pilotphase, an der die e.GO-Mitarbeiter teilnehmen, ist es der Opel Vivaro. Auf geht’s zum Campus Boulevard, wo sozusagen das Hirn von e.Go tickt – denn deren Digitalabteilung mit Casimir Ortlieb und Michael Riesener als CEOs kümmert sich weniger um die Produkte als vielmehr um die Entwicklung digitaler Dienstleistungen rund um die neue Mobilität. Zwei Jahre gibt es diesen Bereich schon, der mittlerweile 40 Mitarbeiter im Alter von 18 bis 40 Jahren hat und einen bemerkenswert hohen Frauenanteil von rund 35 Prozent aufweist. Warum die Trennung von der Produktabteilung? „Wir müssen mit unseren Software-Produkten schneller wachsen als die e.GO GmbH, weil wir sie ja auch skalierbar machen wollen und als White-Label-Lösungen anderen Geschäftspartnern wie Städten oder der Industrie zur Verfügung stellen wollen“, erzählt Casimir Ortlieb.

Aktuell basiert e.GO Digital auf drei Säulen
Deshalb wurden die Aufgabengebiete unterteilt. Säule 1 nennt sich „Simplify Life“ und soll rund um das Themenfeld „e-Mobility as a Service“ agieren. Es geht also um Service-Angebote rund um elektrisch betriebene Mobilität. Ziel ist, Fahrdienstvermittlung on demand (also nach Anforderung) zum Beispiel in Kooperation mit Städten so zu entwickeln, dass die neuen Shuttle-Dienste auch sinnvoll genutzt werden – und nicht ohne Besatzung unterwegs sind, wie es aktuell bei MOIA in Hamburg immer wieder zu sehen ist. e.GO will dieses Geschäft mit Partnern betreiben, sodass die Nutzer möglicherweise die Fahrt gar nicht oder nur zu reduzierten Preisen zahlen. Beispiel: Einzelhandelsgeschäfte oder Restaurants auf der Strecke werben mit Coupons, um auf diese Weise die Passagiere zu sich zu locken.

Digitale Industrie
Die zweite Säule nennt sich „Simplify Work“ und ist Teil von Industrie 4.0 – sie soll es Unternehmen erleichtern, die Produktion in der Fabrik App-basiert zu überwachen. Alle Informationen werden sofort digitalisiert und gehen nicht auf einem Stück Papier verloren – so wie es beim Bau des E-Autos e.GO Life bereits funktioniert: Ist das Auto fertig montiert, wird die Endabnahme nicht per Klemmbrett vorgenommen, sondern erfolgt über eine App. Günther Schuh, Chef der e.GO GmbH, kann so weltweit verfolgen, wie es in der Fabrik läuft – ohne dass er sich in ein eigenes SAP-System einloggen müsste. Ein Verfahren, das auch andere Firmen von e.GO Digital übernehmen könnten.

Gerade im Aufbau befindet sich Säule drei: 
 „Simplify Growth“. „Wir verstehen das als eine Art Innovationsschmiede, die alles behandelt, was an neuen Themen hinzukommt“, erzählt Casimir Ortlieb. Michael Riesener: „Wir schaffen hier einen Andockpunkt für Start-ups im Bereich der Mobilitätsinfrastruktur.“ Willkommen sind also Ideen, die es zum Beispiel durch intelligente Ampel
steuerungen  ermöglichen, Schadstoffe in der Innenstadt zu senken. „Wir wollen möglichst einfache, bezahlbare und komfortable Lösungen bieten“, erzählt Ortlieb. Neuster Coup von e.GO Digital: Die Kooperation mit Vermarktungsspezialist Ströer, der in Städten viele Außenwerbeflächen bestückt – welche ihnen von den Citys aber nur zur Verfügung gestellt werden, wenn sie selbst Dienstleistungen anbieten. Denkbar ist, in die Werbeträger intelligente Messgeräte für Ozon, Feinstaub oder die Stickstoffkonzentration zu integrieren, die gleichzeitig die Verkehrsflüsse analysieren – an viel befahrenen Straßen, in Fußgängerzonen oder in Bahnhöfen. Teil der Kooperation kann aber auch die Entwicklung von On-Demand-Fahrdiensten sein. Riesener: „Wir glauben, dass wir mit der e.GO Digital GmbH einige Leuchtturmprojekte haben, die einen wesentlichen Beitrag zur Mobilitätswende leisten.“ Dazu gehört auch das Projekt Rommelsmühle, nicht weit von Stuttgart entfernt: Hier geht es darum, den Quartierbewohnern Angebote zu machen, E-Autos in einer gemeinsamen Carsharing-Flotte zu nutzen und dadurch auch Parkplätze zu sparen, weil nicht mehr so viele Autos in Privatbesitz notwendig sind. Überhaupt zielt e.GO Digital mit den Angeboten auf Mehrfamilienhäuser, Hotels oder auch kleine Quartiere, wo Anwohner oder Hotelgäste Zugriff auf neue Mobilitätsangebote bekommen. Dabei geht es immer um Bequemlichkeit, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Ortlieb: „Unsere Projekte müssen sich rechnen, sonst macht es keinen Sinn.“



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